Universität Witten/Herdecke

Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung und staatlichen Anerkennung im Jahr 1983 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein. Seit rund drei Jahrzehnten gehen von der UW/H wichtige Impulse für Forschung, Lehre und Gesellschaft aus. Als Universität in nicht-staatlicher Trägerschaft steht die UW/H für eine tatkräftig praktizierte Reform der klassischen Alma Mater, welche die Tradition eines humanistisch geprägten Bildungsverständnisses einerseits fortführt, diese andererseits aber auch an die aktuellen Bedingungen und Anforderungen einer wissensbasierten Gesellschaft anpasst. In der konsequenten Fortsetzung des Humboldt‘schen Bildungsideals versteht sie sich als eine unternehmerische Universität im Sinne der Einheit von Forschung und Lehre sowie von wissenschaftlicher Dienstleistung, praxisnaher Erprobung und gesellschaftlicher Verantwortung. Theoriebasierte und praxisorientierte Wissensvermittlung gehen an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeits- entwicklung.

Die Rolle der Hochschulen in der Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren radikal verändert. Zwar gehören Forschung und Lehre nach wie vor zu den Kernaufgaben einer jeden Universität, doch haben sich die Erwartungen, die jenseits von Forschung und Lehre an Universitäten gestellt werden, deutlich erweitert. Die „Mission Gesellschaft“ als die zukünftig dritte Säule der Universitäten gehört seit ihrer Gründung zum Selbstverständnis der UW/H. Der in der Eröffnungsrede Alfred Herrhausens zur Gründung der Universität Witten/Herdecke ausgesprochene Gedanke vom engagierten Geist, „der entwickelt und eingesetzt werden muss, dabei mitzuhelfen, die Entwicklung unserer Gesellschaft zu fördern“, ist wesentlicher Bestandteil der Grundhaltung der UW/H.

Seit ihrer Gründung hat die UW/H in unterschiedlichen Formen und auf unterschiedlichen Ebenen gesellschaft- liche Verantwortung übernommen und soziales Engagement gezeigt. Als Organisation steht die Universität Witten/Herdecke in einem regen und engen Austausch mit ihrer Umwelt: von den Bürgern der Stadt Witten und regional ansässigen Unternehmen, über soziale und kulturelle Einrichtungen des Landes, bis hin zu international tätigen Organisationen, Konzernen und Stiftungen. Gemessen an dem noch zarten Lebensalter und der vergleichsweise geringen Zahl von rund 2.300 Studierenden und 500 Mitarbeitern sind in den vergangenen Jahren eine Reihe beachtlicher sozialer, gemeinwohlorientierter, unternehmerischer und kultureller Projekte entstanden. Die UW/H bietet auch unter den Bedingungen der Bologna-Reform und einer zunehmenden Ökonomisierung der Universitäten alle Freiheiten, theoriebasiert und praxisnah, ethisch sowie interdisziplinär und undiszipliniert zu studieren.

Und sollte die Präsidentin der Harvard Universität, Drew G. Faust, mit ihrer Einschätzung richtig liegen, dass die universitäre Kultur grundlegend und undiszipliniert sei, dann ist die UW/H schon heute ganz gut aufgestellt: in und zwischen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur.